Wie wir helfen

Neu: organisierte Hilfe „für Dritte“
Im Zuge des enormen Zuzugs und neuer Bedarfe vor Ort entstanden im Landkreis München seit den 1970er Jahren innovative Formen der Bürgerbeteiligung und Selbsthilfe: Gemeinnützige Vereine „Nachbarschaftshilfen“ als Träger organisierter Hilfen und Dienstleistungen für Dritte in der jeweiligen Gemeinde.

Engagierte Bürger bauten niederschwellige Hilfen, beispielsweise Kinderbetreuung auf, die über den unmittelbaren Freundes- und Bekanntenkreis hinausgingen. Als Bürgerselbsthilfe war von Beginn an das ehrenamtliche, freiwillige Engagement und die Idee, das jeder mitmachen kann, von elementarer Bedeutung.

Nachbarschaftshilfen sind heute sehr unterschiedlich ausgeprägt: Während sie sich in Städten eher in Nischen bewegen, halten sie im Einzugsgebiet vor den Toren der Großstadt sowie in ländlichen Strukturen meist eine umfassende Dienstleistungspalette vor. Seit ihren Anfängen haben sie Zug um Zug neue Aufgaben übernommen, haben sich professionalisiert und als soziale Infrastruktur etabliert.
Heute sind Nachbarschaftshilfen in aller Regel einer der zentralen Ansprechpartner für soziale Belange in ihrer Gemeinde.

Maßgeschneiderte Angebote für Jung und Alt
Die Verschiedenheit ihrer Profile und Arbeitsformen resultiert aus ihrer Gemeinsamkeit: Sie alle bieten ihren Gemeinden und deren Bürgerinnen und Bürgern passgenaue Dienstleistungen an, die deren jeweils unterschiedliche Bedarfslagen abdecken.

Sie halten – neben der Einbindung Bürgerschaftlichen Engagements ein weiteres Charakteristikum – generationenübergreifende Angebote „von der Wiege bis zur Bahre“ vor, so unter anderem:

  • Kleinkindbetreuung (Tageseltern, Großtagespflegen, Spielkreise, Miniclubs, …)
  • Schülerbetreuung (Horte, Mittags-, Hausaufgaben- und Ferienbetreuung)
  • Patenschafts- und Mentoringprojekte (für Kinder, benachteiligte Jugendliche, Familien, Senioren, Flüchtlinge)
  • Angebote für Familien (Treffs, Eltern-Kind-Gruppen, Familiennothilfe, Babysitter, Basare, …)
  • Generationenübergreifende Angebote (Mittagstisch, Veranstaltungen, …)
  • Angebote zur Integration (Helferkreise, Sprachförderung, interkulturelle Veranstaltungen, …)
  • Beratung zu unterschiedlichen Themen, z. B. Demenz, Pflege, Erziehung
  • Haushaltsnahe Dienstleitungen, (Hilfen im Haushalt, Einkauf, Wäscheversorgung, …)
  • Angebote für Senioren und deren Angehörige (Freizeitangebote, Begleit- und Fahrdienste, Wohnraumanpassung, …)
  • Pflege- und Betreuungsleistungen (ambulante Pflegedienste, Tagesbetreuung / Tagespflege, Demenzbetreuung, Besuchsdienste im Pflegeheim, Essen auf Rädern, Angebote für ältere Migrant/innen, …)

Bürgernah und professionell
Die Nachbarschaftshilfen haben sich weiterentwickelt: Niederschwellige Angebote verzahnen sich mit semi- und hochprofessionellen Dienstleistungen. Viele Nachbarschaftshilfen übernehmen Arbeitgeberverantwortung. Sie setzen ein hohes Qualitätsbewusstsein tagtäglich in die Tat um. Nachbarschaftshilfen werden aktiv, wo Bedarf gesehen wird. Sie kooperieren in mannigfaltiger Weise und fördern Kontakte zwischen Menschen. Das macht sie bürgernah - ein Modell mit Zukunft!